28. Mai 2025 in Leichlingen (ursprünglich für den 21.5. vorgesehen)
Thema des Abends:
"Wieviel Geld hat eine Stadt wie Leichlingen für seine Bürger?"
Leichlingen hat ein Budget von über 70 Mio € und verschuldet sich laut Budget um 7 Mio €.
Das klingt viel. Und doch stellt sich die Frage wieviel davon beim Bürger direkt ankommt. Wo kommt das Geld her und wo geht es hin?
Aus der Sicht mancher Bürger sieht das Ergebnis der Ausgaben der letzten Jahrzehnte bescheiden aus. Ein früher schönes Städtchen an der Wupper hat nicht an Charme nicht gewonnen während z.B. der Nachbar Langenfeld an Attraktivität gewann. Baustellen dauern "ewig" was zu vielen Staus in dieser kleinen Stadt führt (mit dem entsprechenden CO2 Fußabdruck). Der Zustand der Schulen gilt als, sagen wir .... unangenehm.
Gleichzeitig leistet sich die Stadt ein neues Schwimmbad was vermutlich nie kostendeckend arbeiten wird.
Wie kommt es dazu? Gibt es ein systemisches Problem? Was könnte besser laufen?
Diese Fragen konnten bei dem Salon nicht wirklich geklärt werden. Das lag auch daran, dass die eingeladene Vertreterin der CDU, die für den Termin zugesagt hatte, kurz danach wieder abgesagte.
Da der Termin aber unser Saisonabschluss sein sollte und wir den März Termin schon wegen dieser Abstimmungsschwierigkeiten abgesagt hatten beschlossen wir, den Salon dennoch durchzuführen. Kurzfristig haben wir den Haushaltsplan für Leichlingen quergelesen und auch die Pläne von Langenfeld, Hilden und Monheim daneben gelegt.
So trafen sich bei Champagner und einem reichhaltigen Buffet gut 15 Leute und diskutierten über eine Stunde was wohl vom Leichlinger Haushalt zu halten ist und wie wohl zu erklären, ist, dass
- die Stadt jedes Jahr das gleiche Defizit plant,
- nur die Einnahmen aus Ertragssteuern nach 2025 deutlich steigen sollen - nicht aber Gewerbeeinnahmen (Stichwort "Schlafstadt Leichlingen")
- der Gemeindefinanzausgleich so undurchsichtig (wie ein Hütchenspiel) ist
- eine Fußgängerbrücke über die Wupper 2,5m kosten soll und das auch von Aufsichtsbehörden genehmigt wird.
Der Vergleich mit den Nachbargemeinden hingegen zeigte, dass Leichlingen wider Erwarten gar nicht sooo schlecht abschneidet.
Die Anwesenden sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, dass man weiterhin versuchen sollte, Vertreter der Stadt und/oder von Parteien einzuladen, um mehr über die Hintergründe der Budgetsituation zu erfahren.
Im zweiten Teil ging es um Feedback zur abgelaufenen Saison und Ideen für die nächste. Die Diskussion war geprägt einigen ausführlichen Statements, die die Sinnhaftigkeit des Salons thematisierten; z.B. mit Verweis darauf, dass der Altersdurchschnitt der Teilnehmer vermutlich deutlich über 60 Jahren liegt. Das Format (Buffet, Impulsvortrag) wurde gelobt und eine Fortführung bejaht. Aus Zeitgründen musste die Diskussion 20 Minuten vor Schluss der Veranstaltung zugunsten des Aufräumens beendet werden. Die Fragen für wen der Salon da ist und welche Ziele erreicht werden sollen konnten daher nicht vertieft diskutiert werden. Schade.
Dennoch verließen die meisten Teilnehmer gut informiert, lecker verköstigt und zufrieden den Weyermannsaal als sie pünktlich um 22:00 auseinander gingen.
Impulsvortrag
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